Mehr anzeigen

DIY: Hochbett selber bauen Teil 2

Das in Teil 1 beschriebene Hochbett ist nun fertig. Um sich aber in die Kissen stürzen zu können, muss eine Leiter oder eine Treppe her. Wir haben uns gegen eine Leiter entschieden, weil meine Tochter seit Jahren das “Box-System” für ihre Spielsachen nutzt und wir aus diesen Boxen-Regalen hervorragend eine Treppe gestalten können. Vor allem der Aufstieg ist etwas angenehmer.

Um die beachtliche Höhe von 224 cm zu meistern, muss die Treppe entsprechend dimensioniert sein. Das Innenmaß der Regalfächer beträgt 33 x 33 cm und das Regal ist 40 cm tief. Ich habe für die Regale 25 mm Leimholzbretter verwendet, die bereits 40 cm breit waren. Ich habe mir mit dieser Materialwahl einen Arbeitsgang, nämlich das Sägen auf die richtige Breite, erspart. So war das Ganze geplant:

Ich habe sechs Regaltürme geplant, die später mit dem Akkuschrauber miteinander verschraubt werden. Damit der Aufstieg etwas sicherer wird, habe ich ein Geländer vorgesehen, das mit Vierkantleisten als Geländerpfosten an den Kästen verschraubt wird. Als Handlauf habe ich ein Fichtenbrett aus der Lattenrost-Produktion vorgesehen. Soweit die Planung. Später wirst du sehen, dass ich statt sieben Pfosten nur drei angebaut habe. Das ist nicht nur absolut ausreichend, sondern gestaltet den Auf- und Abstieg bequemer. Eine Stufenbreite von 40 cm ist nicht gerade üppig und wenn da auch noch bei jeder Stufe ein 44 mm Pfosten steht wird es noch enger...

Zusägen der Bauteile

Im ersten Schritt habe ich die 40 cm breiten Bretter auf die richtige Länge gesägt (siehe Materialliste in Teil 1). Ich habe dazu meinen Sägeschlitten mit Anschlagklotz für die Tischkreissäge genutzt. Da zum Beispiel alle Einlegebretter die gleichen Maße haben, spart man durch den Anschlag erheblich Zeit, weil das ständige Messen entfällt.

Bau der Regale

Nun werden die Regale zusammengebaut. Um die ganze Sache zu beschleunigen, habe ich alle Teile geleimt und mit 50 mm Stauchkopfnägel (Pins) aus dem Druckluftnagler fixiert. Das funktioniert sehr gut und aufwändiges Arbeiten mit Schraubzwingen entfällt. Um immer die gleichen Abstände zwischen den Einlegebrettern einzuhalten, habe ich mir Abstandshalter zurechtgesägt.

Als der Leim abgebunden hat, bohrte ich mit dem Akku-Bohrschrauber von außen pro Einlegebrett zwei 10 mm Löcher auf jede Seite und leimte jeweils einen 10 mm Holzdübel ein. Mit dieser Maßnahme sind die Bretter belastbar. Damit ich nicht daneben bohre, habe ich mit einem Schreinerwinkel eine Hilfslinie angezeichnet. Als alle Regale fertig waren, habe ich Unebenheiten und die Dübellöcher gespachtelt und anschließend mit dem Exzenterschleifer geschliffen.

Die Regale sollen ja später bündig an der Wand stehen. Das bedeutete, dass ich für die Fußleisten eine entsprechende Aussparung sägen musste. Ich habe sie etwa 15 mm höher ausgesägt, weil ich mir die Möglichkeit offen lassen wollte, ein Kabel durchzuziehen, z.B. für einen Fernseher. Das Aussägen funktionierte mit der Stichsäge hervorragend.

Lackieren der Bauteile

Nun kam meine Lieblingsarbeit: Das Lackieren. Die Regale waren ja bereits geschliffen und ich konnte mit der Schaumstoffrolle den wasserbasierten Acryllack (2in1) auftragen. Nach dem Austrocknen der ersten Schicht gab es einen Zwischenschliff mit dem Exzenterschleifer und dann folgte der zweite Anstrich.

Aufbau der Treppe

Der Aufbau ging recht unspektakulär vonstatten. Ich ordnete die Regale nach ihrer Größe an und schraubte das größte Regal an die Stütze vom Hochbett.

Nun schraubte ich Regal für Regal aneinander. Damit beim Schrauben nichts verrutscht, habe ich sie immer mit zwei Schraubzwingen fixiert.

Bau des Treppengeländers

Die Pfosten für das Geländer bestehen aus 44x44 mm Vierkantleisten und sind jeweils 100 cm lang. Entgegen der Planung habe ich nur drei Stück verbaut.

Vor dem Anschrauben habe ich sowohl die Pfosten, als auch den Handlauf mit Schraubzwingen befestigt, um alles ordentlich auszurichten und anzuzeichnen. Die Pfosten habe ich oben dem Lauf des Handlaufes angepasst und mit der Stichsäge abgeschrägt. Auch der Handlauf endet oben und unten bündig an den Pfosten.

Die Pfosten habe ich von innen durch die Regalwand mit jeweils vier und das Geländer mit jeweils zwei 5x60 mm Schrauben angeschraubt. Wir sind uns noch nicht einig, ob das Geländer und das Hochbett auch noch lackiert werden sollen.

Damit meine Tochter aber schon mal in ihrem neuen Bett übernachten konnte (sie ließ mir keine Ruhe), habe ich provisorisch Leimholzplatten rechts und links vom Bett angebracht. Dadurch kann sie im Schlaf nicht aus dem Bett fallen.

Im nächsten Teil folgt dann der Bau der eigentlichen Abgrenzung in Form einer Wand, einer erhöhten Ablage und noch einiger Details.

AutorFrank Rath
Lesezeit14 Minuten

Unsere Empfehlungen für dein Projekt