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Upcycling: Baue einen Tisch aus einer Tür

Besonderes Möbelstück, für einzigartige Menschen! Baue dir mit dieser ausführlichen Anleitung, deinen eigenen Esszimmertisch aus einer alten Tür und spare damit nicht nur ganz leicht Geld, sondern sorge für einen tollen Blickfang in deinen eigenen vier Wänden. 

Material Werkzeug
1x Alte Tür/Tor/Fenster Kapp,- Handkreissäge
2x Tischbeine Winkelschleifer
2x Ladenbänder Akkuschrauber
Hartwachsöl Pinsel
Sechskantschrauben Drahtbürsten Aufsatz für Winkelschleifer
Schrauben Fächerscheibe für Winkelschleifer
   

Schritt 1: Der Lack muss ab!

Zuerst benötigst du für das Projekt natürlich ein Tor, eine Tür oder ein Fenster. In meinem Fall habe ich von einem Bekannten ein Garagentor bekommen, welches ich sogleich vor Ort und Stelle zerlegte. Es bestand aus rund 30cm breiten und 300cm langen Brettern. Insgesamt war die Torhälfte, die ich für meinen Tisch nutzte zwei Meter breit. Zuerst musste jedoch der ganze alte Lack runter, wobei ich hier meinen Winkelschleifer einsetzte.

Tipp: Die Arbeit machst du am besten außerhalb, denn es wird viel Staub produziert.

Zuerst habe ich mit dem Drahtbürstenaufsatz den groben Lack abgetragen. Hierbei musst du jedoch darauf achten, dass die Bürste sich immer mit der Maserung dreht, da du sonst einzelne Fasern des Holzes aufreißt. Im Anschluss habe ich dann meinen Winkelschleifer mit einem Fächerblatt 40 Körnung ausgerüstet und dem restlichen Lack entfernt. Dieser Schritt ist sehr mühselig und erfordert viele Stunden Arbeit je nach Größe der Tür.

Schritt 2: Länge und Breite anpassen

Meine nun abgeschliffenen Bretter habe ich danach mit meiner Kappsäge alle auf eine Länge gekürzt und zwar auf 2,60 Meter. Hierbei habe ich jedoch aufgepasst, dass ich Charakteristiken wie Wurmbefall, alte Nagellöcher oder gar Risse nicht wegschneide, da diese altholztypischen Elemente den Tisch später zu einem einzigartigen Möbelstück machen.

Nachdem nun alle Teile zurechtgesägt sind, möchte ich den Tisch noch rechtwinklig sägen, dazu verschraube ich mit zwei Stücken Kantholz, die Bretter von der Unterseite miteinander. Anschließend zeichne ich mir mit dem Winkel von einer der langen Seiten ausgehend jeweils am Ende einen Strich. An diesem Strich säge ich dann mit der Handkreissäge entlang und erhalte nach dem Sägevorgang eine rechtwinklige Tischplatte.

Schritt 3: Neuen Lack auftragen

Die Bretter sind verbunden und im Rechtem Winkel. Da diese Platte als Esstisch genutzt werden soll und dort natürlich auch Dinge wie Rotwein, Kaffee oder andere Lebensmittel die lästigen Spuren hinterlassen könnten, verzehrt werden, muss ein Schutz herbei. Das Zauberwort nennt sich Hartwachsöl, dieses Öl-Wachsgemisch schützt die Tischplatte vor unerwünschten Flecken.

Bevor du jedoch das Öl auftragen kannst, solltest du noch die Platte mit einem feuchten Lappen von Staub und Dreck befreien.Dann kannst du mit dem Pinsel großzügig eine erste Ölschicht aufgetragen. Nach 24 Stunden Trocknung folgt dann eine zweite Schicht. Damit schützt du das Holz ideal vor Schmutz. Jedoch hat das leider einen Nachteil, es brauch bis zu 10 Tage um vollständig aushärten zu können.

Schritt 4: Tischbeine anbringen

Selberbauen bedeutet nicht immer unbedingt alles selbst zu bauen. Es muss natürlich immer am Know-how des Erbauers angepasst werden. Ich war bei den Tischbeinen etwas fraglos. Ich hatte viele Ideen aber keine war besonders hochwertig, außer Beine aus Stahl im Trapez verschweißt, aber dazu fehlten mir vorerst die Kenntnisse.  Was ja auch nicht Schlimm ist, denn man kann alles lernen aber nicht alles wissen. Daher habe ich mir die Tischbeine bei einem Möbelhaus bestellt.

Ich habe mich dabei für weiße Tischbeine entschieden, da diese besonders toll zum Rest unserer Einrichtung passt. Tischbeine sind aber Geschmackssache und auch einfach sowie günstig zu bekommen, weshalb es hierfür heute keine Bauanleitung gibt.

Schritt 5: Verbinden, Verschrauben und Dekorieren

Meine Tischbeine verschraube ich mit 3 Schrauben pro Brett an jedem Bein. Die Provisorischen Latten lasse ich zur zusätzlichen Stabilisierung dran. Jetzt könnte man den Tisch bereits nutzen, da dieser jedoch einmal eine Tür war, habe ich mir Ladenbänder gekauft, die etwa 10cm kürzer als die Tischplatte sind. Diese habe ich dann mit Sechskantschrauben jeweils am oberen und unteren Ende festgeschraubt.

Für eine weitere kreative Anregungen: Die Ladenbänder sowie die Tischbeine hätte man auch schwarz lackieren können, um damit einen noch größeren Effekt zu erhalten.

Ich hoffe, dass dir die Idee mit dem Upcycling alter Türen gefallen hat und ich dich zu deinem eigenen Projekt inspirieren konnte.

Bis zum nächsten Mal!

 

P.S. Weitere Inspiration bekommst du in unserem Ratgeber Upcycling: Aus Alt mach Neu.

AutorPatrick Jung
Lesezeit7 Minuten

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