Mehr anzeigen

7 Tipps für das perfekte Lagerfeuer

Was gibt es Schöneres als an lauen Sommerabenden mit Freunden oder seinen Liebsten an einem gemütlichen Lagerfeuer zu sitzen? Ob du nun einfach deinen Tag entspannt ausklingen möchtest oder mit der Gitarre bewaffnet Lagerfeuerlieder schmetterst, das Knistern des Lagerfeuers bietet die ideale Kulisse. 

Dennoch gibt es sowohl rechtliche Vorschriften als auch sicherheitsrelevante Aspekte, die du bei jedem Lagerfeuer beachten solltest. Wir haben hier einen Überblick für dich:

Ärger vermeiden: Wo du ein Lagerfeuer anzünden darfst

Wenn Du im Garten ohne Probleme an einem Lagerfeuer feiern möchtest, solltest Du deshalb zuerst herausfinden, welche Vorschriften in deiner Gemeinde in Bezug auf ein Lagerfeuer zu beachten sind. Es kann sein, dass Du dich deshalb beim Ordnungsamt erkundigen musst und dort schon alles erfährst, was wichtig ist. Es ist aber besonders in kleinen Gemeinden und Dörfern auch oft so, dass die örtliche Feuerwehr Dir die konkreten Auskünfte darüber geben kann, wann Du ein Lagerfeuer machen darfst und was Du dabei alles bedenken solltest, um dich nicht strafbar zu machen. An vielen Orten gibt es besondere Tage, an denen Du eher die Erlaubnis für ein Lagerfeuer bekommen kannst. Das kann zum Beispiel dann der Fall sein, wenn die Osterfeuer brennen dürfen, die Zeit der Walpurgisnacht ist oder auch im Herbst, weil es dann oft zulässig ist, bei günstigem Wetter bestimmte Gartenabfälle, wie Astschnitt, Strauchschnitt, Laub und dergleichen zu verbrennen.

Wenn Du geklärt hast, wann und unter welchen Voraussetzungen Du im Garten ein Lagerfeuer machen darfst, kommen die nächsten Überlegungen an die Reihe. Du brauchst das passende Holz für das Lagerfeuer, das richtige Zubehör, um das Feuer anzuzünden und auch eine Feuerstelle oder einen Feuerkorb.

Das richtige Holz für das perfekte Lagerfeuer

Welche Holzart für ein Lagerfeuer verwendet wird, ist normalerweise nicht vorgeschrieben, wohl aber der Zustand des Holzes, das du für ein Lagerfeuer nehmen darfst. Holzreste aus Möbeln, Paletten und dergleichen sind grundsätzlich nicht zum Verbrennen geeignet und auch nicht zugelassen. Es muss natürliches Holz sein und dieses sollte trocken und gut abgelagert sein, denn sonst qualmt es und es riecht unangenehm. Auch das ist nicht erlaubt, denn der Qualm belästigt deine Umwelt. 

Feuerholz sammeln und schneiden: Das ist erlaubt

Es ist nicht überall erlaubt, einfach Holz in den umliegenden Wäldern zu sammeln. Möglicherweise brauchst du dafür einen Holzsammelschein. Auch darüber kann dir deine Gemeinde oder der Förster Auskunft geben. Unter Umständen musst du das Holz für dein Lagerfeuer im Fachhandel kaufen. Es wird dann normalerweise als Kaminholz angeboten.

Alternativ kannst du dir auch dein eigenes Brennholz schneiden. Auch hier gibt es viele Dinge, die zu beachten sind. Von der richtigen Kettensäge, über die optimale Technik bis hin zur Lagerung erfährst du in unserem Blogbeitrag zum Thema Brennholz alles was du wissen musst.

Hände weg von Spiritus: Sichere Feueranzünder selber basteln

Feueranzünder selber bauen

Zum Anzünden darfst du unter keinen Umständen Benzin oder dergleichen nehmen. Diese sind hochgefährlich! Benutze bitte entweder fertig gekaufte Anzündewürfel oder aber zerknülltes Zeitungspapier und kleine trockene Zweige. Beides funktioniert wunderbar. Alternativ kannst du mit der Anleitung in obigem Video auch ganz einfach selbst sichere und effektive Feueranzünder selber basteln.

Tipp für Ungeduldige: Statt eines Föns zum Anheizen kannst du übrigens auch einen Akku-Werkstattbläser verwenden, um das Feuer schneller zum brennen zu bringen. Der Vorteil: du brauchst kein Verlängerungskabel! 

Sichere Feuerstelle finden: So ist es richtig

Wenn Du die Feuerstelle aushebst, achte bitte darauf, dass sie frei liegt und keine brennbaren Dinge wie Gebäude, Sichtschutzwände, Bäume und Sträucher in unmittelbarer Nähe sind. Am besten legst Du diese Feuerstelle inmitten einer Wiese oder Rasenfläche an. Du solltest die Feuerstelle nicht sehr tief ausheben, sondern eher flach. Es ist gut sie danach zur Sicherheit mit Steinen zu umranden.

Du kannst natürlich auch eine Feuerschale für dein Lagerfeuer benutzen. Diese sollte ebenfalls frei stehen und das am besten auf einem dafür geeigneten Untergrund, wie Steinen und dergleichen. So eine Feuerschale kannst Du in den verschiedensten Ausführungen kaufen. Wenn du Lust dazu hast, kannst Du Dir aber auch selbst eine bauen. Häufig wird dazu die Trommel einer ausgedienten Waschmaschine genommen. Auch ein Wok eignet sich als Feuerschale, wenn Dein Lagerfeuer nicht allzu groß ausfallen soll. Auch ein schöner Metalldeckel eignet sich als Schale für Deinen Feuerkorb. Du kannst diese Schale entweder einfach auf Steine stellen oder Füße dran schweißen, wenn Du mit einem Schweißgerät umgehen kannst. Für diese Füße kaufst Du Dir am besten Alurohre. Die kannst Du entweder fest schweißen oder aber mit Gewindestäben und Sechskantschrauben in der Schale befestigen.

Ein letzter Sicherheitshinweis

Eines ist noch wichtig für dein gelungenes Lagerfeuer im Garten: Du darfst das Feuer am Ende eurer Feier nicht alleine lassen. Es muss beobachtet werden, bis es ganz ausgebrannt ist, damit nichts passieren kann. Eventuell kannst Du den Glutrest mit Sand oder Wasser löschen. Natürlich kannst du, nachdem die Glutreste kalte geworden sind, diese auch mit einem Aschesauger beseitigen. 

Wenn du all diese Hinweise beherzigst, steht einem gemütlichen Lagerfeuer nichts mehr im Wege.

AutorHauke Leweling
Lesezeit8 Minuten

Unsere Empfehlung