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Die Bodenhacke: Hilfreiche Tipps zum effektiven Auflockern des Rasenbodens

Wenn der Boden nach den ersten Herbstschauern feucht, aber nicht durchweicht oder schon gefroren ist, wird es Zeit deinen Rasenboden mit einer Bodenhacke umzugraben. Um den heimischen Garten auch im nächsten Jahr genießen zu können, ist es wichtig, ihn richtig zu pflegen: Ein gut aufgelockerter und feiner Boden ist ideal für die Aussaat von neuem Rasen. 

Einhell bietet dir mit elektrischen Motorhacken sowohl mit Akku betrieben oder kabelgebunden und Motorhacken mit Benzin viele verschiedene Modelle, um deinen Gartenboden in Angriff zu nehmen. Aber welches dieser Geräte, die auch als Bodenhacken bezeichnet werden, ist das richtige für dein Vorhaben? Hier erhältst Du hilfreiche Tipps zum effektiven Auflockern des Rasenbodens!

So findest Du die passende Bodenhacke für Dein Vorhaben.
So findest Du die passende Bodenhacke für Dein Vorhaben.

Mit der richtigen Bodenhacke ist es kein Problem, mit voller Power durchzustarten. Damit du jede Fläche in deinem Garten effektiv umgraben kannst, musst du beim Arbeiten mit dem Gerät auf ein paar Dinge achten. Wie du deinen Boden am besten auflockerst und was beim Arbeiten mit den Motorhacken von Einhell von Bedeutung ist, erfährst du im Folgenden.

Unterschiede und Vorteile zum Vertikutieren oder Aerifizieren

Motorhacke, Vertikutierer, Aerifiziergrät – was ist eigentlich der Unterschied zwischen den vielen verschiedenen Arten den Boden zu bearbeiten? Beim Vertikutieren wird die Grasnarbe einer Rasenfläche angeritzt, damit Gräserwurzeln mehr Sauerstoff bekommen und dadurch dichter wachsen können. Wenn es aber um die Bearbeitung von hartem oder stark verdichtetem Untergrund geht, hilft nur eine Motorhacke. Diese greift den Boden mit viel Power auch seitlich an und vermischt die oft weichere Unterschicht mit der Erde direkt an der Oberfläche.

Das Aerifizieren ist mit dem Vertikutieren verwandt, allerdings wird hierbei nicht umgegraben, sondern durchlöchert. Bei dieser Technik werden 5 cm bis 9 cm tiefe Löcher in den Boden gebohrt oder gestachelt, welche anschließend oft mit einem Gemisch aus Sand, Rasensamen und Dünger gefüllt werden. Hierbei wird der Boden nur punktuell behandelt, wohingegen eine Motorhacke für ein gleichmäßiges Gesamtergebnis sorgt.

Welche ist die richtige Bodenhacke? Der Boden macht den Unterschied!
Welche ist die richtige Bodenhacke? Der Boden macht den Unterschied!

Warum ist es sinnvoll den Rasen umzugraben?

Mit der Auflockerung durch das Gartengerät lockerst du die Erde, bereitest sie optimal auf die Aussaat vor und sorgst für gutes Wachstum. Durch das Bearbeiten mit der Motorhacke gelangen Sauerstoff und Nährstoffe ins Erdreich. Auch Wurzelgemüse wie Karotten und Kartoffeln können sich in der gelockerten Erde besser ausbilden und wachsen besser.

Auch bei einem unebenen Boden ist die Bodenbearbeitung mit der Motorhacke sehr empfehlenswert: Dadurch kannst du eine gute Grundlage für einen gleichmäßigen, flachen Rasen angelegen. Am Ende entsteht durch das Entfernen von abgestorbenen Rasengräsern und Unkraut von der Grasnarbe eine einheitliche und schöne Rasenfläche. 


Bei einem verdichteten Gartenboden bilden sich häufig Staunässe, Oberflächenwasser und Pfützen. Die obere Schicht des Erdbodens kann weggeschwemmt werden und der Rasenboden verliert an Dichte, wodurch das Saatgut nicht richtig keimt. Vor allem nach starken Regengüssen ist ein Lockern der Erde notwendig, um dem Wasser die Möglichkeit zu geben, optimal in die tieferen Erdschichten abzufließen.

Lockere die Erde vor der Aussaat - vor allem nach starken Regengüssen.
Lockere die Erde vor der Aussaat - vor allem nach starken Regengüssen.

Hilfreiche Tipps zum schonenden Auflockern des Bodens

Tipp 1: Lockere den Rasenboden im Herbst auf

Die beste Jahreszeit, um deinen Rasenboden zu lockern, ist der Herbst. Da die obere Bodenschicht zu dieser Jahreszeit noch nicht zugefroren ist, kann er leichter bearbeitet werden: Denn feuchte Erde wiegt viel mehr als trockene Erde und lässt sich schwerer umgraben, was auch deinen Rücken belasten kann. Mit einem festen, aber nicht ausgetrockneten Boden ist der ideale Zeitpunkt für das Anlegen deines Gartens gekommen! 

Der Erdboden ist im September und Oktober außerdem stärker vom Sommer aufgeheizt und die Frostgefahr ist noch relativ gering. Das heißt, dass die Rasensaat schneller auskeimt und Zeit hat kräftige Wurzeln, die auch den Winter überstehen, zu bilden. Zum Ende des Sommers gibt es außerdem das meisten Regenaufkommen im ganzen Jahr, wodurch das Wachstum des Saatguts zusätzlich gefördert wird.

Tipp 2: Überprüfe die Bodenbeschaffenheit

Da die Bodenbeschaffenheit eine wichtige Rolle beim Anlegen der Rasenfläche einnimmt, solltest du den Erdboden vor der Bearbeitung mit der Motorhacke immer überprüfen. Generell wachsen Rasengräser und ein dichtes Wurzelwerk auf feinen und lockeren, gut durchlüfteten Böden besser als auf verdichteten Erdböden. Ist der Rasen entsprechend vorbereitet, fördert das neben einer gesunden Entwicklung der Gräser auch die Saatkeimung. 

Sehr wichtig für die Bodenbeschaffenheit und ein gesundes Wachstum ist auch ein pH‐Wert der zwischen 5,5 und 7 liegt. Bei einem pH‐Wert der Erde über einem Wert von 7, ist es ratsam mit dem Gartengerät Rindenhumus in die obere Bodenschicht einzuarbeiten, um diesen zu senken. Ist der pH‐Wert hingegen niedriger als 5,5, dann solltest du den Boden etwa zwei Monate vor der Aussaat kalken: Bei sandigen Böden sind beispielsweise etwa 250 Gramm kohlensaurer Kalk pro Quadratmeter notwendig, um den pH‐Wert eine Stufe zu heben.

Tipp 3: Achte auf eine schonende Bodenlockerung

Das Umgraben des Gartens stellt eine erhebliche Beeinträchtigung für den Bodenorganismus dar und die Vegetation braucht anschließend einige Zeit, um sich von der Maßnahme zu erholen. Trotzdem ist die Bearbeitung durch das Gerät bei stark verdichteten oder harten Böden zwingend notwendig, um eine schöne Fläche anlegen zu können. Damit die Messer des Gerätes sich langsam und schonend in die Rasenfläche eingraben, solltest du dabei die Motorhacke in möglichst geraden Reihen über den Erdboden führen.


Mit der Bodenaufbereitung im Garten beginnst du im Idealfall ca. zwei Wochen vor der Rasenanlage. Einige Monate vorher solltest du die Fläche für den neuen Rasen etwa spatentief (ca. 20 cm) mit dem Gartengerät umgraben und darauf achten große Fremdkörper vorher zu entfernen. Beim Auflockern mit dem Gerät kannst du den Erdboden mit wenig Kraftaufwand besonders effektiv und schnell umgraben. 

Der wesentliche Unterschied vom Umgraben mit der Motorhacke zum Umgraben mit dem Spaten und der Schaufel ist, dass sich die Motorhacke tief in den Boden arbeitet und ihn dabei umwendet. Alle auf der Oberfläche wachsenden Pflanzen werden so in das Erdreich geführt und verarbeitet.

Tipp 4: Gründüngung des Bodens

Eine bessere Durchlüftung und Nährstoffversorgung des Erdbodens erzielst du mit einer Gründüngung des Erdbodens. Insbesondere bei einer lehmigen, tonhaltigen und harten Erde versickert das Regenwasser nur schwer und der Erdboden verdichtet schnell. Hier schaffst du gegen Staunässe schnell Abhilfe, wenn du eine dünne Schicht Kompost ca. 10 – 20 cm tief mit der Motorhacke einarbeitest.

Die Gründüngung zum Beispiel mit Lupinen sorgt für ein ausgeglichenes Bodenklima und genug Feuchtigkeit im Erdreich. So werden die Depots im Erdboden auf eine ganz natürliche Art und Weise wieder aufgefüllt und vor der Winterkälte geschützt. Auch leichte, sandige Böden kannst du mit Kompost bearbeiten und dafür sorgen, dass sie zum nährstoffreichen Grund für deinen neuen Rasen werden.

Tipp 5: Den Boden absitzen lassen und auf die Saat vorbereiten

Gib dem Boden ausreichend Zeit zwischen Auflockern und Aussäen, damit sich später keine Unebenheiten im Rasen bilden. Um ein gutes Wachstum des Rasens zu garantieren, solltest du dem Boden einige Zeit Absitzen lassen, wodurch sich dein Saatvorhaben egal ob Rasen oder Pflanze besser verwurzeln kann. Indem du den Erdboden im trockenen Zustand walzt oder betrittst, kannst du diesen Vorgang beschleunigen. 

Vor der Aussaat solltest du von der obersten Bodenschicht unbedingt nochmal Wurzeln, Unkraut und Steine entfernen. Die Klumpen an der Oberfläche sollten außerdem nicht zu groß sein, sonst haben die Samen später nicht ausreichend Bodenkontakt und können nicht richtig keimen. 

Für den optimalen Boden: Wurzeln, Unkraut und Steine entfernen.
Für den optimalen Boden: Wurzeln, Unkraut und Steine entfernen.

Mit diesen Tipps bist du bereit, deinen Rasenboden effektiv aufzulockern! Neben der Arbeit mit der Bodenhacken, solltest du für sehr tiefe Arbeiten zusätzlich eine Gartenfräse verwenden. Diese arbeitet sich bis zu 30 cm tief in das Erdreich und pflügt die Grasnarbe vollständig um. Wenn du den Rasen hingegen vollständig neu anlegen möchtest, ist es sinnvoll den Rasen mit einer Fräse komplett abzuschälen.

Fazit: Lockere deinen Rasenboden und werde zum MöglichMacher!

Beim Lockern des Rasenbodens mit der Motorhacke musst du einiges beachten. Eine gründliche und schonende Bodenbearbeitung ist die Basis für einen schönen Rasen. Wenn du unsere Tipps beachtest und deinen Boden regelmäßig pflegst, steht einem grünen Rasen nichts mehr im Weg. Hat dir unser Artikel zur Bodenaufbereitung gefallen? Dann teile ihn doch in deinen sozialen Median und hilf anderen Heimwerkern, zu echten MöglichMachern zu werden!