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Bau einer Gartengarnitur

1. Gartentisch

Wie auch bei der Bank sollte man sich auch beim Tisch im ersten Schritt Gedanken über die Maße machen. Die Höhe eines herkömmlichen Tisches liegt bei ca. 75cm. Diese Maß habe ich übernommen. Die Breite und Länge kann man nach eigenen Wünschen festlegen. Die Länge meiner Bank war 1.80m, die Breite 80cm.

Material Werkzeug
Kanthölzer: Hier kostet eine Länge (3 Meter) ca. 15 Euro. Davon benötigt man 2 Stück Akku-Bohrschrauber
Gerüstbohlen: 20-25 Euro Akku-Handkreissäge
Schrauben: 160er Schrauben liegen im Paket bei ca. 20 Euro Akku-Winkelschleifer
Lasur und Öl: Je 750ml Dose ca. 10-15 Euro Kapp und Gehrungssäge
Pinsel: ca. 3 Euro  

Schritt 1:

Der Zuschnitt steht an. Kanthölzer (Stärke 9,5cm) dienen als Gestell des Tisches. Ich machte die Beine 72cm lang, denn die Bohlen Stärke kommt noch hinzu. Waagerecht baute ich (je Seite) 2 Balken zur Stabilisierung mit ein. Diese hatte eine Länge von 50cm (hinzu kommen hier nämlich noch 10cm Kantholz). Zudem wollte ich einen seitlichen Überstand von 5cm haben. Als letztes ist der Steg dran mit einer Länge von 140cm. Die Länge von 140cm wählte ich, um einen Überstand an den Stirnseiten von je 10 cm zu haben. Für den Zuschnitt nahm ich eine Kapp- und Gärungssäge.

Schritt 2:

Schleifen steht an. Bevor irgendetwas zusammen gebaut wird, sollte erst alles geschliffen werden, denn dies erleichtert die Arbeit ungemein. Dazu nahm ich einen Schwingschleifer mit zuerst 40er Papier und danach mit 120er Papier.

Schritt 3:

Nun kommt es zum Streichen der einzelnen Teile. Ich entschied mich für Kalkweiß, welches ich auch für die Bank nahm. Ich strich jedes Teil in 2 Gängen und ließ die Teile dann 2 Tage trocknen.

Schritt 4:

Nun folgt die Oberfläche. Das bedeutet 4 Gerüstbohlen von je 180cm müssen geschliffen, geflammt und geölt werden. Zuerst schneide ich die Bohlen mit der Handkreissäge zu. Dann schleife ich jede Bohle mit  40er vor und 120er Schleifpapier nach. Ich schleife sie von allen Seiten, um das Risiko von Splittern zu minimieren.

Der nächste Schritt ist das Abflammen. Dazu nehme ich einen einfachen Brenner, den man in jedem Baumarkt bekommt. Gleichmäßig brenne ich die Bohlen ab, um ein schönes Muster zu erzeugen.

Jetzt wische ich die Bohle mit einem trockenen Tuch ab und öle das Ganze in 2 Gängen. Anschließend muss alles mindestens einen Tag trocknen.

Schritt 5:

Jetzt wird alles zusammengebaut. Das Gestell wird mit 160er Schrauben verschraubt. Erst jede Seite, oben bündig. Der untere Teil ist von der Unterseite gemessen bis zum Boden 30cm hoch. Ich schraube je stets 2 schrauben rein. Damit sich nichts verdrehen kann wird das lange Kantholz zur Stabilisierung vermittelt. Das Zusammenbauen des Gestelles allein bedarf etwas Fingerspitzengefühl.

Wenn das Gestell fertig ist versehe ich die es an der oberen Seite mit zwei Leisten, daran werde ich die Bohlen festschrauben. Dies geschieht natürlich von unten. Jetzt kommen die Bohlen rauf. Zuerst richte ich alle aus, um auf die gewünschten Überstände zu bekommen. Dann schraube ich die Außenliegenden fest und richte die inneren nochmal aus.  Jede Bohle wird von unten mit 60er schrauben Fixiert.

Bau einer Gartengarnitur

2. Gartenbank

Wie auch beim Tisch sollten zuerst die Maße bestimmt werden. Hierzu habe ich die Höhe einer Standard-Bank genommen, die ca. 45cm Höhe hat. Dann die Tiefe und die Breite: Als Tiefe wählte ich 45cm und die Länge der Bank hatte 180cm.

Material
Gerüstbohlen: ca. 30 Euro
Das Holz ist natürlich auch im gut sortierten Fachhandel zu bekommen
Als Lasur „Kalkweiß“ und „Hartholzöl“: je Dose ca. 12 Euro kosten
Schleifpapier: Ca. 6-8 für den Schwingschleifer und 4-6 für den Winkelschleifer. Kosten gesamt ca. 5 Euro
Schrauben: ein Pack ca. 15-20 Euro

Schritt 1:

Zuerst schnitt ich die einzelnen Bohlen auf Maß, d.h. insgesamt 4 Stück von 42cm und 2 Stück von 80cm, die die Rückenlehne bilden sollten. Die beiden Bohlen für die Rückenlehne wurden noch auf einen bestimmten Winkel zugeschnitten. Hierzu gleich mehr. Für die Lehne und Sitzfläche der Bank benötigte ich 4 Stück von 180cm Länge.

Schritt 2:

Der Winkel der Rückenlehne: Hier verwende ich ganz einfach einen simplen Trick. Ich stellte mir die Frage in welchem Winkel die Rückenlehne sein muss, um gut daran zu lehnen bzw. zu sitzen. Ich bin zu dem Entschluss gekommen auf der Höhe von 42 cm einen waagerechten Schnitt (3cm) in die Bohle zu machen. Das gleiche Prozedere auch oben: 3cm reinmessen und dann von oben nach unten durch sägen. Hierzu verwende ich für einen geraden Schnitt der langen Kante eine Handkreissäge und für die kurzen Schnitte (3cm) eine Stichsäge. 

Schritt 3:

Dann habe ich alle Teile, die als „Beine“ verbaut werden sollten geschliffen und mit Kalkweiß Lasur gestrichen. Die langen Bohlen habe ich auch geschliffen und dann mit einem Brenner abgeflammt und später mit Hartholzöl gestrichen. Ich wollte das die Bank zweifarbig wird. Zum schleifen habe ich einen Schwingschleifer benutzt mit Körnung von 40-120. Zudem nahm ich auch einen Winkelschleifer mit 120er Schleifpapier, um hartnäckige Rückstände zu entfernen.   

Schritt 4:

Das Zusammenbauen: Hierzu begann ich mit den Seitenteilen. Ich wollte gern ein wenig Luft zwischen den Bohlen und ließ somit 1cm Abstand zwischen jeder Bohle. Zum fixieren verwendete ich ein Brett  (oben und unten), um den gewünschten halt zu bekommen. Nun sind die Seitenteile fertig. Als nächstes kommen die Bohlen der Sitzfläche dran. Dank der Bretter stehen die Seitenteile auch aufrecht und man tut sich leichter beim Verschrauben. Die erste Bohle legte ich locker drauf und begann sie zu verschrauben. Erst eine links und eine rechts, um das Ganze noch etwas ausrichten zu können. Ich schraubte die Bohlen von oben mit 70er Schrauben fest. Dieselbe Länge nahm ich auch um die Seiten zu verschrauben.

Schritt 5:

Zu guter letzt müssen die Seiten abgerundet werden. Hier kommt wieder der Winkelschleifer wieder in Spiel. Mit diesem Gerät lassen sich Ecken und Kanten mühelos in kurzer Zeit abrunden.Nachträglich werden nochmal alle geschliffen Stellen geölt oder mit Lasur versehen. So - nun ist die Bank fertig! Für mich ist es eine schöne Bank, die Charme hat.

AutorStefan Ossenbrüggen
Lesezeit15 Minuten

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