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Happy New Year Memoboard

Das alte Jahr hat sich gerade erst dem Ende geneigt und viele von euch haben sich mit Sicherheit den ein oder anderen guten Vorsatz für das neue Jahr vorgenommen. Um diese nicht aus den Augen zu verlieren und auch andere nützliche Dinge wie Schlüssel und To-Do-Listen immer schnell parat zu haben, habe ich hier für euch eine simple Anleitung für ein stylisches Memoboard!

Und das braucht ihr alles:

Material Werkzeug
Platte 20x900x800 mm Akkuschrauber
Sperrholz 410x310 mm Stichsäge
Tafellack Exzenterschleifer
Grundierung Sprühlack Handkreissäge / Tischkreissäge
Farbiger Sprühlack Oberfräse
Klarlack Sprühdose Seitenschneider
Holzleim  
Schrauben 4x50  
Schleifpapier  
Schleifpads  
Gitter  
Griffe / Haken  

Schritt 1: Zurechtschneiden der Rahmenleisten und der Tafelplatte

Als erstes benötigen wir eine beliebige Holzplatte. Ich habe mich für eine 20 mm 3-Schicht-Fichtenplatte entschieden. Mit Hilfe einer Handkreissäge können wir nun die Platte in passende Bretter für das Memoboard zurechtschneiden.

Dabei könnt ihr euch an meinen Maßen orientieren:

1x   800x600 mm

1x   800x80 mm

1x   790x60 mm

1x   400x60 mm

2x   90x60 mm

Für die Tafel, auf der später eure guten Vorsätze für das neue Jahr stehen könnten, benötigt ihr eine 50-100 mm dicke Sperrholzplatte. Zugeschnitten sollte diese dann die Maße 310x410 mm haben.

Tipp: Bei einer Handkreissäge wird die Holzplatte auf der Seite aufreißen, an welcher man die Handkreissäge ansetzt. Daher empfehle ich die Oberseite des Werkstücks beim Schneiden nach unten zu legen. Alternativ könnt ihr aber auch vor dem Schneiden die Schnittkanten mit Klebeband abkleben, um ein Einreißen zu verhindern.

Schritt 2: Abschleifen der Bretter

Die große Grundplatte (800x600 mm) lassen wir im folgenden Schritt mal außen vor. Alle anderen Holzstücke schleifen wir richtig glatt. Ich habe alles von Körnung 100 bis Körnung 320 mit Hilfe meines Exzenterschleifers abgeschliffen.

Schritt 3: Zusammenleimen der unteren Leisten

Im nächsten Schritt leimen wir nun alle 6cm breiten Holzstücke (1x 790x60 mm, 1x 400x60 mm, 2x 90x60 mm) auf Stoß zusammen. Die Konstruktion wird zusätzlich mit Zwingen fixiert, bis der Leim ausgehärtet ist.

Wenn ihr euer Memoboard nicht lackieren wollt, würde ich empfehlen, die Ecken mit einer Kappsäge auf Gehrung zu schneiden und zu verleimen.

Schritt 4: Präparieren der Grundplatte für die Tafelplatte

Als nächstes schneiden wir in unsere Grundplatte einen Rahmen, in welchem wir später unsere Tafel platzieren werden. Bei mir hat diese Fläche eine Größe von 300x400 mm.

Zudem habe ich den Ausschnitt auf der linken Seite meiner Grundplatte aufgezeichnet. Dies könnt ihr aber nach euren Vorlieben individuell bestimmen.

Für den Ausschnitt kann man eine Oberfräse verwenden. Alternativ könnt ihr die Ecken des aufgezeichneten Rechtecks mit einem Forstnerbohrer ausbohren und anschließend die Seiten mit einer Stichsäge aussägen.

Solltet ihr eine Oberfräse besitzen, könnt ihr eine etwa 1 cm breite Falz auf der Rückseite entlang des Ausschnitts ausfräsen. Später kann dann, wie bei einem Bilderrahmen, die Tafel in die Grundplatte eingelegt werden.

Schritt 5: Bau des Gitters

Für mein Gitter diente mir ein altes Hasenstallgitter, welches ich auf der rechten Seite meines Memoboards platziert habe. Ihr könnt eurer Kreativität freien Lauf lassen und jeder Zeit andere Materialien hierfür verwenden. Das Gitter zwicken wir nun mit einem kleinen Seitenschneider auf die gewünschte Größe. Zusätzlich lassen wir noch 50 mm Überstand auf zwei sich gegenüberliegenden Seiten des Gitters rausragen. Dies ist notwendig, damit wir später das Gitter problemlos in unserer Grundplatte befestigen können.

Wir messen nun 30mm, gemessen vom äußeren Rand des Überstands nach innen, ab und markieren uns diese Stelle. Anschließend klemmen wir das überstehende 30 mm lange Gitter mit Hilfe eines Stück Restholzes an eine Tischkante fest und biegen diesen Rand langsam über die Kante.

Schritt 6: Vorbohren der Löcher für die Anbauteile

Als nächstes wenden wir uns den Anbauteilen zu. Wir nehmen uns die Grundplatte und platzieren die einzelnen Gegenstände nach Belieben.

Rein aus optischen Gründen habe ich die rot markierten Kanten noch mit einer Fase versehen. Dies könnt ihr mit der Oberfräse, einem Handhobel oder mit anderen Handschleifmaterialien machen.

Wenn alle Teile ihren Platz gefunden haben, zeichnen wird die Umrisse der Gegenstände auf der Platte vor und machen schon jetzt alle Bohrungen für die spätere Endmontage. Für das Gitter bohren wir für jedes Drahtende ein kleines 2mm tiefes Loch ins Holz. Die Bohrungen für die Haken habe ich von der Rückseite noch mit einem Forstnerbohrer gesenkt, um die Mutter verstecken zu können. Zudem könnt ihr auf der Rückseite alle Bohrungen mit einem Senker anfasen.

Tipp: Ich bohre jetzt schon alles vor, weil ich bei einem möglichen Ausriss des Holzes vom Bohren jetzt noch die Möglichkeit hätte, dieses mit Holzkitt zu verspachteln. Der Fall eines Ausrisses auf einer fertig lackierten Oberfläche wäre schon ein größeres Problem.

Schritt 7: Abschleifen der Grundplatte

Nun ist es auch an der Zeit die Grundplatte zu schleifen. Dabei schleifen wir bis zu einer Körnung von 320. Anschließend schleifen wir noch alle Kanten mit einem 400er Schleifpad per Hand ab.

Schritt 8: Lackieren des Memoboards

Als nächstes verpassen wir unserem Memoboard ein bisschen Farbe.

Da Fichtenholz sehr viel Farbe zieht, beschichten wir alle Teile vorab mit einer Grundierung. Im Anschluss lackieren wir alle Einzelteile mit 3 Schichten Farbe und 2 Schichten Klarlack, wobei wir zwischen jedem Lackiergang den Lack mit einem K320 Schleifpad anschleifen und die Oberfläche mit einem Mikrofasertuch reinigen.

Tipp: Wichtig ist beim Lackieren mit einer Sprühdose darauf zu achten, dass immer mit einem gleichmäßigen Abstand zum Werkstück gesprüht wird und auch über die gesamte Länge des Brettes gesprüht wird. Alternativ kann man eine Farbrolle zum Lackieren verwenden. Um ungewollte Risse im Lack zu vermeiden ist es zusätzlich von Vorteil, die Trockungszeiten einzuhalten.

Lackieren der Tafelfläche:

Um auf unserer Tafel später schön schreiben zu können, streichen wir unsere Tafelplatte mit einem speziellen Tafellack ein. Der Tafellack hält hierbei besser, wenn die Holzoberfläche nicht super glattgeschliffen ist. Wir tragen den Lack mit einer Lackrolle in zwei verschiedenen Richtungen auf und schleifen ihn nach dem Trocknen mit dem Exzenterschleifer und einem K400 Schleifpapier an. Diesen Vorgang wiederholen wir dann 4-mal.

Ich persönlich würde alles über Nacht trocknen lassen um bei der Montage einen wirklich harten und abriebfesten Endlack zu haben.

Schritt 9: Montage der Anbauteile

Nachdem alle Bauteile ausreichend trocknen konnten, folgt nun die Montage.

Wir zwingen die Grundplatte fest. Am besten ihr legt zwischen den Klemmen und der Platte ein Stück Stoff, um den Lack nicht zu beschädigen. Anschließend verschrauben wir die Rahmenleisten.

Das Gitter stecken wir nun in die zuvor gebohrten 2 mm Löcher und kleben es mit Sekundenkleber fest.

Die Tafelfläche befestigen wir nur mit kleinen Nägeln im Rahmen.

Unser Memoboard kann jetzt noch individuell mit Haken oder Griffen versehen werden. Zur Befestigung des gesamten Memoboards bohren wir auf der Rückseite einfach 2x 1.0 cm Löcher und in der Wand werden entsprechend 2 Schrauben verdübelt.

Und fertig ist unser selbstgebautes Memoboard.

Ich hoffe, ich konnte euch mit meinem Projekt ein wenig zum Bau eures eigenen Memoboards inspirieren.

Lasst eurer Fantasie freien Lauf, denn hier sind wirklich keine Grenzen gesetzt.

Ein fröhliches Jahr 2019 wünscht euch

Ben Tews

AutorBen Tews
Lesezeit10 Minuten

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