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Bau eines Vogelhauses aus Naturhölzern

Nicht nur im Winter freuen sich unsere gefiederten Gartenbesucher über gut gefüllte Vogelhäuschen. Während in der kalten Jahreszeit eher das Futter knapp wird, versiegen im Sommer oft die natürlichen Wasserquellen. So eignet sich ein Vogelhaus optimal, um auch eine flache Schale mit Wasser dort zu deponieren. Dank seiner gut einsehbaren Position, fühlen Vögel sich dort sicher und nehmen die dargebotene Abkühlung oder Futtergabe dankend an.

Schritt 1

Es soll drei Beine haben das war die Idee, somit suchte in Holzhaufen nach drei Ästen die etwas abgewinkelt waren um einen besseren Stand zu bieten. Ich fixierte diese Provisorisch mit ein paar Schrauben, ganz oben damit ich nun mit dem eigentlichem befestigen anfangen konnte.

Die Frage war aber wie bekomme ich die Beine unten haltbar und auch ansehnlich verschraubt.

Erstmal schnitt ich die Äste, die unten quer Stabilität bieten sollten, auf länge ab. Die Höhe des Gestells ist nun ca. 125 cm.

Dann dachte ich mir ich mache es mal wie beim Holz spalten und durch trennte jeden Ast, mit viel Gefühl, längs zur Faser. Das Gelang erstaunlich gut, so dass ich mich dafür entschied, diese dann auch so zu verbauen. Nun konnte ich alles fest Schrauben, natürlich mit vorbohren. Hierzu wurde ein 3mm Bohrer genommen.

Schritt 2

Nun steht das Gestell, doch ich hatte die nächste Hürde vor mir: Wie soll oben ein Vogelhaus halten? Da kam mir der Gedanke, einfach mal die Handkreissäge oben anzusetzen. Und siehe da, auch dies ging wunderbar, mit Gefühl und Vorsicht sägte ich schräge Spitzen ab.

Jetzt war es eine glatte Oberfläche, worauf ich eine Holzplatte fest schrauben konnte.

Schritt 3

Ich habe die Platte montiert und machte mich an die Arbeit des Hauses. Die Platte hat die Maße von 30 cm x 50 cm. Auch hier übernahm ich die Idee des aufgespaltenen Holzes.

Ich schnitt den unteren Rahmen und trennte das Holz vorsichtig auf, verschraubte es und ließ beabsichtig in den Ecken Platz.

Nun schnitt ich  die Äste auf 25cm zu, die als vier Eckpfeiler dienen sollten. Mit einem 3 mm Bohrer wurden diese vorgebohrt und verschraubt. Jetzt ging es an den oberen Ring, gleiches Spiel wie unten war die Idee. Also wieder Äste auf länge schneiden, eins für die Front und eins für die Seite. Axt angesetzt und schon hatte ich für jede Seite ein Stück.

Jetzt ist der „Rohbau“ fertig.

Schritt 4 - Das Dach

Hier wollte ich ein abnehmbares Dach bauen. Die Giebelseiten trennte ich auch in der Mitte auf . Dann schnitt ich die Stücke für die Giebel auf einer Seite im 45 Grad Winkel ab. Dies waren auch die Punkte an der ich die Hölzer verschraubte. Nun nahm ich dünne Hölzer um die Winkel zu befestigen.

Jetzt war das Dach „fertig“.

Ich überlegte wie ich das Dach schließen könnte, aber da ich nun so geübt im spalten von den Hölzern war, tat ich auch dies für das Dach.

Gesagt getan. Erst schnitt ich alles zu und dann kam die Axt zum Einsatz.

Ich verschraubte die Hölzer nur oben, das reicht , denn ich wollte das Dach ja noch begrünen. Ich wohne sehr ländlich und daher war es für mich ein Leichtes an die Dachbegrünung zu gelangen.

Ich schob zwischen die einzelnen Teile Moose und dergleichen. Befestigt habe ich die dann nur mit etwas Druck in die Fugen. Sicherlich kann man das auch noch sicherer machen, so das nichts abfällt, aber das wollte ich nicht. Wenn ein Vogel etwas zum Nestbau gebrauchen kann darf der sich daran gern bedienen.

AutorStefan Ossenbrüggen
Lesezeit10 Minuten