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Die Bodenvorbereitung mit der Bodenhacke

Langsam aber sicher werden die Tage länger und die Sonne gewinnt zusehends an Kraft. Wenn auch die Nächte noch kalt sind und an das Auspflanzen von Blumen und Gemüsepflanzen noch nicht wirklich zu denken ist, ist dennoch der richtige Zeitpunkt um langsam aber sicher mit den Bodenvorbereitungen zu beginnen.
Egal ob das Ziel eine Auflockerung des Bodens, der Blumenbeete oder das Unterheben von Kompost in Gemüsebeeten ist, mit dem Spaten und der klassischen Hacke ist diese Arbeit schweißtreibend und je nach Größe der zu bearbeitenden Fläche ein langwieriges Unterfangen. Glücklicherweise gibt es mittlerweile auch für den Privathaushalt eine motorisierte und muskelschonende Alternative!

Die motorisierte Bodenhacke

Hilfe verspricht hier die motorisierte Bodenhacke. Zur Auswahl stehen drei verschiedene Antriebskonzepte. Der elektrische, der benzingetriebene, sowie der akkubetriebene Antrieb des Hackwerks. Die richtige Variante ist vom jeweiligen Anwendungsgebiet und der Größe des Grundstücks abhängig. Neben der Motorisierung spielt auch die Arbeitsbreite, sprich die Breite des Hackwerks, eine entscheidende Rolle. Wer lediglich kleinere Beete umgraben und auflockern möchte, der kommt mit einer geringeren Arbeitsbreite zurecht, sobald es aber ein wenig großflächiger wird sollte die Arbeitsbreite entsprechend größer sein.

Die akkubetriebene Bodenhacke

Hat man hingegen nur eine kleinere oder mittlere Gartenfläche zu bearbeiten, so empfiehlt sich der Griff zur Akku-Bodenhacke. Bei einer Arbeitsbreite von 300 mm und mit Hilfe von zwei 18 Volt Akkus steht einer umweltfreundlichen Bearbeitung nichts mehr im Weg. Es lassen sich so Gemüse- oder Blumenbeete bequem und kabellos umgraben und auflockern. 

Die elektrische Bodenhacke

Wer regelmäßig kleinere Beete, die im Idealfall nahe am Haus oder der nächsten Steckdose gelegen sind, bearbeiten möchte, kann getrost zur elektrischen Motorhacken greifen. Die elektrische Bodenhacke ist zudem aufgrund ihres im Vergleich zur benzinbetriebenen Bodenhacke geringeren Gewichts, deutlich einfacher zu tragen und zu lagern. Neben der Motorhacke wird je nach Abstand zur nächsten Steckdose lediglich ein Verlängerungskabel benötigt. Hier muss allerdings vorsichtig vorgegangen werden, schnell ist ein ausgelegtes Verlängerungskabel im Weg und binnen eines Augenblicks in zwei Teile geteilt.

Die benzinbetriebene Motorhacke

Auch wenn die Motorhacke mit Benzinmotor in vielen Augen eher als Profigerät gilt, hat diese auch im privaten Umfeld viele Vorteile gegenüber der elektrischen Motorhacke. Hat man beispielsweise größere Gemüsebeete umzugraben, oder man plant sogar den kompletten Rasen neu auszusähen, spielt die kabelunabhängige Bodenhacke sämtliche Vorteile aus. Man ist nicht auf das Vorhandensein von Steckdosen angewiesen und muss somit keine Rücksicht auf ausgelegte Verlängerungsleitungen und Kabeltrommeln nehmen.

Wie funktioniert die Bodenhacke?

Das Herzstück der Bodenhacke ist aus mehreren gebogenen Messern bestehendes Hackwerk, welches über eine Walze mit dem Motor verbunden ist. Mühelos greifen die Messer des Hackwerks in den Untergrund und durchtrennen das Wurzelwerk sämtlicher Pflanzen. Ganz nebenbei gräbt die Motorhacke den Untergrund um und sorgt dafür, dass große Erdklumpen zerkleinert werden.

Die optimale Arbeitstiefe für den privaten Garten beträgt rund 20 Zentimeter. Tiefer wurzeln die wenigsten ungewünschten Pflanzen. Nachdem die Fläche mit der Hacke bearbeitet wurde, können Unkräuter, kleine Steine und andere unerwünschte Dinge einfach von Hand aufgelesen werden. 

Wer parallel, zur besseren Nährstoffversorgung, Kompost unterheben möchte, verteilt diesen im Vorfeld auf der Fläche. Die Motorhacke kümmert sich in diesem Fall um den Rest.

Gartentipp

Wer seine Beete umgräbt, während es noch Nachtfröste gibt, minimiert das Risiko einer Schneckenplage im Sommer. Die Gelege der Schnecken und anderer schädlicher Insekten, sind relativ anfällig für Frost. Aus diesem Grund liegen die Nester meist in tiefer als 10 Zentimeter im Erdreich. Durch das Umgraben werden diese an die Oberfläche gespült und beim nächsten Nachtfrost abgetötet.

AutorHauke Leweling
Lesezeit8 Minuten

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