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Die elektrische Heckenschere als Statussymbol

Man höre sich an einem Samstagvormittag mal in der Nachbarschaft um: Da brummen die Rasenmäher, pusten die Laubbläser und klappern die Heckenscheren. 

Doch Moment mal, wieso eigentlich eine klappernde, von Hand betriebene Heckenschere, wenn es auch hier ein wunderbar brummendes, elektrisches Exemplar gibt, das einen entscheidenden Vorteil hat: Es zeigt keine Ermüdungserscheinungen, sondern läuft und läuft. Bei den elektrischen Heckenscheren wird zwischen einer Akku- und Kabel-Ausführung unterschieden. Ob großer Garten oder kleine Hecke spielt dabei keine Rolle. In jedem Fall steckt unter der Haube der technische Vorteil: geballte Power mit riesigem Aktionsradius. Auch wenn eure Nachbarn selbst Hand anlegen – Retro ist zwar im Trend, nicht aber beim Hecken schneiden.

Kabel oder nicht?

Großer Vorzug bei der Kabel-Schere: Dank der Verkabelung könnt ihr sogar die Nacht durcharbeiten! Was bei einem Akku- oder gar Benzin-Modell zwingend auftritt - Batterie beziehungsweise Tank leer - ist dem Liebhaber der elektrischen Heckenschere mit Kabel völlig fremd. Und da geht noch viel mehr:

- Einsatzdauer: praktisch unbegrenzt. Die Steckdose macht´s möglich.

- Leistung: Im Vergleich zu alternativen Scheren unereicht. Steckdose = Endlosressource. Aber: Nur die Motor-Schere schafft auch die dicksten Äste. Mit dem Benzingemisch (Otto-Motor) wird die maximale Energie freigesetzt. Das schafft kein Haushaltsstrom.

- Gewicht: niedrig. Im Gegensatz zur Benzin-Schere fehlt beim Kabel-Modell der aufwendige Motor samt Tank. Auch das Extragepäck in Form des Akkus entfällt. Nachteil: Unübersichtlichkeit durch Kabelsalat und Unfallgefahr.

Vorsicht bei jeder Hecke!

Bei allen Vorzügen der verkabelten Heckenschere ist also auch Vorsicht geboten oder der Umstieg auf Akku ratsam. Zwar lässt sich jedes Kabel problemlos verlängern, im Eifer des Gefechts kann es aber durchaus übersehen werden. Verknotung droht. Gerät es gar in den Klingenbereich, kann es trotz Isolierung zur Beschädigung kommen. Geht also lieber auf Nummer sicher und beachtet bei der Auswahl eures Traum-Modells folgende Punkte:

- Keine elektrische Heckenschere ohne Sicherheitsschaltung und Stoppfunktion.

- Länge der Scheren entspricht im Idealfall der zu bearbeitenden Hecke.

- Jedes Modell verfügt über eine zulässige maximale Schnittstärke – unbedingt einhalten!

Scharfe Sache: Ohne Messerpflege bleibt die Schere stumpf

Elektro hin, Elektro her: Auch bei der Stromvariante entscheidet die Beschaffenheit der Klinge über brauchbare Resultate. Nach dem Schneiden bleiben Pflanzensäfte zurück. Auf die Dauer entsteht so eine Klebstoff-ähnliche Schicht – unangenehm und arbeitshemmend. Zur Pflege des Messers kann ein spezielles Pflegespray verwendet werden. Ebenfalls empfehlenswert: die Lagerung direkt im Öl. Sofern ein geschlossener Köcher im Lieferumfang enthalten ist, einfach diesen mit Öl auffüllen, senkrecht an der Wand befestigen und die Heckenschere nach jedem Einsatz einstecken.

Das Gewicht

Im Schnitt wiegen elektrische Heckenscheren etwa drei Kilogramm – ein perfektes Leichtgewicht. Wenn ihr es nun darauf anlegt, kommt mit der Zeit ein gewisser Trainingsfaktor hinzu. Bei weitläufigen Grünanlagen also Turnschuhe nicht vergessen und das Heckentrimmen auch zum persönlichen Trimmdichprogramm umfunktionieren.

AutorMonika Aigner
Lesezeit8 Minuten

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