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Welche Säge für welchen Zweck?

Oft kommt es auf das richtige Werkzeug an. Doch welches Modell ist für welchen Zweck am besten geeignet und worauf muss man bei der Handhabung achten? Wir verraten dir, mit welcher Säge was am schnellsten geht.

Egal ob du im Herbst im Garten den ein oder anderen Strauch zurück schneiden möchtest, oder im Haus den Innenausbau vorantreiben willst: Zum Gelingen kommt es auf das richtige Werkzeug an. Doch welche Säge ist für welchen Zweck am besten geeignet und worauf muss man bei der Handhabung achten? Wir verraten dir, mit welchem Modell was am schnellsten geht – garantiert ohne gerissene Sägeblätter und strapazierte Nerven.

Die Klassiker unter den Handsägen

Der Fuchsschwanz

Der Fuchsschwanz ist zwischen 35 und 50 cm lang, hat meist einen offenen oder geschlossenen Handgriff aus Holz oder Metall. Mit dem Fuchsschwanz schneidest du am besten Holz, aber auch zum Beispiel Porenbeton (mit hartmetallbestücktem Sägeblatt). Aber gerade beim Sägen im Äste-Dickicht kann es schwierig werden. Beim Schub verbiegt sich das Sägeblatt häufig, da sich Holzreste zwischen den Zähnen verfangen. Generell eignet sich die Säge also für grobe Arbeiten. Für Arbeiten in der Werkstatt ist eine Gehrungslade hervorragend, um präzise zu sägen.

Die Japansäge

Die Säge ist das asiatische Pendant zum Fuchsschwanz. Im Unterschied zum europäischen Gegenstück arbeitet diese Säge jedoch ausschließlich auf Zug. Das Blatt ist stabil, lässt sich aber auch biegen, wodurch alte Dübel sehr gut abgesägt werden können. Der Griff der Japansäge (auch Nokogiri genannt) ist in einer Linie mit dem Sägeblatt angebracht.

Die Feinsäge

Die kürzere Feinsäge kommt bei Fußleisten, Bilderrahmen oder beim winkelgenauen Zuschnitt zum Einsatz. Mit verstärktem Rücken und einfachen Stielgriff ist sie die richtige Säge für feine Ausführungen. Eine Gehrungslade hilft hier ebenso dabei, besonders gerade Schnitte durchzuführen.

Die Handbügelsäge

Diese Säge schafft sowohl Holz und Kunststoff, als auch Metall. Das Sägeblatt wird eingespannt oder unter Druck eingehängt. Die Zacken zeigen immer zum Griff hin, da sie auf Zug sägt. Mit ihr lässt sich schnell und effektiv arbeiten - vor allem im Garten und selbst bei wenig Platz zum Ausholen. Die größere Version der Handbügelsäge heißt übrigens Metallbügelsäge und fängt ab einer Länge von 15 cm an. Je nach eingehängtem Sägeblatt, können damit verschiedene Materialien bearbeitet werden.

Bei allen Sägen sind gehärtete Zähne von Vorteil. Damit bleiben die Blätter länger scharf und ermöglichen ein besseres Arbeiten. Es lohnt es sich also durchaus, nicht auf Billigware, sondern auf Qualität zurück zu greifen.
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Sägepower aus der Steckdose

Wie bereits erwähnt, bei vielen Aufgaben sind Elektrogeräte wie eine Stichsäge oder eine Kettensäge unverzichtbar. Kleine Arbeiten an Obstbäumen lassen sich noch mit den Handsägen durchführen, bei großen Gartengrundstücken wird das jedoch zu einer echten Mammutaufgabe. Um den verschiedenen Anforderungen in Haus und Garten gerecht zu werden, gibt es auch verschiedene Ausführungen bei den motorisierten Sägen. Dem Anwender stehen benzinbetriebene und kabelgebundene Sägen sowie Akku-Geräte zur Auswahl. Damit du dir bei Garten- oder Renovierungsarbeiten Zeit und Anstrengung sparen kannst, stellen wir dir hier vier elektronische Helfer vor.

Die Handkreissäge

Diese Sägen kommen vor allem beim Innenausbau oder bei Renovierungen zum Einsatz. Holz, Kunststoff und sogar Metall lässt sich mit qualitativ hochwertigen Handkreissägen zerschneiden. Dicke Holzbretter können so schnell in die gewünschte Form gebracht werden.

Die Kettensäge

Die Kettensäge kommt vor allem bei Gartenarbeiten zum Einsatz. Auslichten von dicken Ästen, das Fällen von kleineren Bäumen oder das Zersägen von Brennholz ist mit ihr keine langwierige Arbeit, sondern schnell erledigt. Da diese Säge ein hohes Gefahrenpotenzial birgt, sollte man unbedingt auf geeignete Schutzausrüstung achten. Der Sicherheit wegen weisen die meisten Modelle inzwischen zusätzlich  einen Rückschlagschutz mit mechanischer Sofort-Kettenbremse auf. Diese sorgt beim Rückschlagen der Säge für sofortigen Stillstand.

Die Universalsäge

Die Universalsäge, auch Elektro-Fuchsschanz oder Säbelsäge genannt, gibt es sowohl mit Akku, als auch mit Stromkabelanschluss. Ist der Sägekopf drehbar, dann lassen sich auch schwer zugängliche Stellen bearbeiten. Kaufe nur eine Universalsäge, bei der du das Sägeblatt bequem ohne Werkzeug wechseln kannst. Ihre Bezeichnung als Universalsäge verdient sich dieses Modell aufgrund der vielfältigen Einsatzmöglichkeiten, so schneidet sie mit geeigneten Sägeblättern neben Holz auch Plastik, Metall und Keramik.

Die Stichsäge

Die Stichsäge gehört zur Gattung der Handsägen und ist im Gegensatz zur Universalsäge auch für feinere Arbeiten, wie z. B. im Modellbau oder bei kleineren Holzarbeiten empfehlenswert. Mit diesem Gerät lassen sich problemlos geschwungene Formen aussägen, sowie kleinere Öffnungen erweitern. Auch können mitteldicke Holzplatten oder kleinere Latten mit dieser Säge zugeschnitten werden. Mittels verschiedener Sägeblätter durchsägt die Stichsäge aber auch unterschiedliche Materialien, wie zum Beispiel Kunststoff oder Metall.

AutorMonika Aigner
Lesezeit10 Minuten

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