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Vergleich von Akkuschrauber und Akku-Schlagbohrschrauber

Der Vergleich beider Geräte ist gar nicht so schwer. Wenn man regelmäßig mit dem Akkuschrauber arbeitet, weiß man die Vorteile des Akku-Schlagbohrschraubers zu schätzen. 

Ein für mich, als Heimwerker, wichtiger Grund ist, dass sich das Gewicht bzw. das Handling vom Schlagbohrschrauber nicht groß vom einfachen Schrauber unterscheidet. Die Qualität des Bohrfutters spielt hier deshalb eine große Rolle. Als Beispiel dient hier, der Akku-Schlagbohrschrauber TE-CD 18 Li-i Brushless dessen Futter sehr leichtgängig ist und zudem aus robustem Metall besteht. Während das meines Akkuschraubers, aus Kunststoff besteht und einen etwas festeren Griff beim Einspannen benötigt. Bei mir kommt der Akku-Schlagbohrschrauber für viele Projekte in Frage, z.B. verwende ich ihn oftmals bei Holz- oder auch Metallarbeiten.Die Schlagfunktion in einem Akkuschrauber ist axial ausgerichtet. Sprich die Kraft ist nach vorne gerichtet, um mit einem entsprechenden Bohrer in härtere Materialien eindringen zu können. Um also z.B. eine Mutter anzuziehen ist eine Schlagfunktion mit radialer Richtung (Kraftwirkung entlang des Radius) notwendig, wie es der Akku-Schlagbohrschrauber TE-CW 18 Li Brushless hat. Natürlich erfüllt der Akkuschrauber seinen Dienst ohne Probleme und zur vollsten Zufriedenheit. Ich selbst nutze erst seit geraumer Zeit den Akku-Schlagbohrschrauber und mir reichte bis zuletzt der "einfache" Akkuschrauber. Jedoch muss ich sagen, dass mich dieses vielseitig einsetzbare Gerät überzeugt hat und ich es deshalb nicht mehr in meiner Werkstatt vermissen möchte.

Im Nachgang möchte ich noch ein paar Vergleiche auflisten:

1. Akkus

Die Akkuleistung hängt natürlich von der Stärke des jeweiligen Akkus ab. Ich besitze z.B. den 1.5 Ah, 3.0 Ah und 5.2 Ah Akku. Für kleinere Arbeiten reicht der kleine Akku aber völlig aus. Ein Vorteil hierbei ist, dass er eine sehr kurze Ladezeit aufweist.Für die ausdauernde Arbeit ist der 5.2 Ah starke Akku gut geeignet, der aber durch das hohe Gewicht auf höheren Positionen auch schnell schwer werden kann.Ich für meinen Teil haben den 3.0 Ah starken Akku als meinen Favoriten auserkoren, da die Ladezeit überschaubar ist und die Leistung, sowie die Haltbarkeit im Betrieb top ist. Ich nutze noch weitere Akkugeräte von Einhell wie die Handkreissäge, Winkelschleifer und die Stichsäge. Hier wiederrum habe ich auch die Akkus getestet. Bei der Handkreissäge habe ich mich für den 5,2 Ah Akku entschieden, da ich hier viel Kraft brauche und das Gewicht außenvorgelassen werden kann. Beim Winkelschleifer und bei der Stichsäge verwende ich den 3,0 Ah Akku sowie den 5,2 Ah Akku. 

2. Gänge

Meist besitzen die gängigen Akkuschrauber zwei Gänge. Einen schnelleren und einen langsameren Gang. Mit dem schnellen Gang erreicht man zwar einen schnellen Arbeitsfortschritt, doch das geschieht nur unter Hinnahme von Krafteinbußen. Größere/dickere Schrauben können mit dem zweiten Gang dann schon ein Problem darstellen.Kurz und knapp kann man sagen, im ersten Gang hat der Schrauber ein höheres Drehmoment und eine geringere Drehzahl, deshalb eignet er sich gut bei Schraubarbeiten. Den zweiten Gang nutzt man vorwiegend zum Bohren, wenn der Akkuschrauber allerdings genügend Nm aufweist und man mit einem kraftvollen Akku (z.B. 5,2 Ah) arbeitet, kann er auch im zweiten Gang zum Schrauben verwendet werden. Zum Schrauben empfiehlt sich aber generell eher der 1. Gang. Dieser läuft langsamer und hat dadurch viel Kraft (die man gerade beim Schrauben benötigt). Ein Auto ist schließlich auch mit dem 1. Gang leichter anzufahren, als mit dem 2. oder 3.Zudem hat man eine bessere Kontrolle über das Material, welches man benutzt und vermeidet eher ein Verdrehen oder Abnutzen des Schraubenkopfes.

3. Drehmoment

Die Drehmomentabschaltung oder -begrenzung ist eine wichtige Eigenschaft von Akkuschraubern, die bei der Arbeit mit Holz das Material schützt. Wird der voreingestellte Drehmomentwert überschritten, dann greift die Rutschkupplung ein und verhindert, dass mehr Kraft auf die Schraube ausgeübt wird.Wenn ich eine Schraube bündig mit dem Holz versenken möchte, taste ich mich mit wenig Drehmoment heran und erhöhe diesen dann, bis das gewünschte Ergebnis erzielt ist. Hierzu einfach den Drehkranz ganz runter drehen und dann Stück für Stück höher drehen, bis man da ist wo man hinwill.Zum Bohren ist dies nicht nötig. Hier drehe ich auf die Bohrfunktion (der abgebildete Bohrer am Drehkranz).

4. Bohfutterwechsel ohne Spindelarretierung

Zu Beginn sollte unbedingt der Akku entfernt werden. Danach kann sogleich, dass Bohrfutter der Maschine gelockert werden Hierbei muss darauf geachtet werden, ob das Bohrfutter mit einer Sicherheitsschraube an der Maschine befestigt ist. Dabei gibt es zwei verschiedene Schrauben-Typen, die Kreuzschlitzschraube und die Schlitzschraube. Daher ist es wichtig zuerst verschiedene Schraubenzieher-Größen auszuprobieren, um die Abnutzung der Schraube zu vermeiden. Wenn keine Schraube vorhanden ist, kann das Bohrfutter durch einfaches drehen nach rechts, herausgenommen werden. 

Nachdem die Schraube erfolgreich entfernt wurde, nimmt man sich einen Sechskant-Schlüssel zur Hilfe (größtmögliche Größe nehmen). Dann den Sechskantschlüssel in das Bohrfutter einspannen und das Bohrfutter im Uhrzeigersinn festziehen. Wenn dies geschafft ist, kann man das Bohrfutter mit kurzen, kräftigen Schlägen lösen. Bitte beachtet hier, dass dies gegen den Uhrzeigersinn geschehen muss. Jetzt kann man das alte Bohrfutter leicht gegen den Uhrzeigersinn abdrehen und durch ein neues austauschen.

Dieses wird im Uhrzeigersinn auf die Spindel gedreht. Hier solltet ihr bitte beachten, dass die Bohrmaschine zwar jedes Bohrfutter aufnimmt, jedoch die Kraft manchmal für die jeweiligen (dicken) Schrauber nicht ausreicht. Der letzte Schritt ist, den Sechskantschlüssel wie vorher in das Futter einzuspannen und das Bohrfutter fest auf die Spindel zu drehen. Nun nur noch die originale Sicherungsschraube mit einem Schraubenzieher gegen den Uhrzeigersinn fixieren. Wenn man weniger Zeit- oder Kraftaufwand beim Demontieren des Bohrfutters möchte, sollte man sich einen Akku-Schlagbohrschrauber mit Spindelarretierung zulegen, da man dessen Bohrfutter durch wenige Handbewegungen entfernen kann. 

5. Brush/Brushless

Bei Geräten mit konventionellen Elektromotoren mit verbauten Kohlebürsten unterliegen diese einem normalen Verschleiß und müssen nach gegebener Zeit gewechselt werden.Im Gegensatz dazu haben bürstenlose Akkugeräte lediglich minimale Reibungsverluste (Lager) und erzeugen so keine unfreiwilligen Pausen durch überhitzte Motoren. Des Weiteren ist keine Wartung der Kohlebürsten von Nöten, was die Lebensdauer der Werkzeuge erhöht. Hinzu kommen eine Steigerung der Leistungsstärke und eine energiesparende Arbeitsweise (hoher Wirkungsgrad), die in verlängerter Betriebsdauer mit einer Akkuladung resultiert. 

AutorStefan Ossenbrüggen
Lesezeit5 Minuten

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