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Reifenwechseln leicht gemacht

Der Lieblingsspruch der Reifenhändler lautet “Von O bis O”, also von Ostern bis Oktober ist die Sommerreifen-Zeit, dann sollte auf / von Winterreifen gewechselt werden. Das heißt natürlich lange Wartezeiten, nervige Terminabsprachen und jährliche Kosten. Solltest du aber dem ganzen aus dem Weg gehen wollen, kannst du deine Reifen auch selber wechseln. Wer dabei einen Kompressor mit Schlagschrauber und Reifenfüller besitzt, ist absolut im Vorteil. Wie das Reifenwechseln geht, zeige ich dir hier.

Reifen einlagern

Natürlich kannst du deine Reifen bei dem freundlichen Reifenhändler gegen eine Gebühr einlagern lassen. Aber seien wir mal ehrlich: so viel Platz nehmen Reifen doch nun wirklich nicht weg! Wenn du dir einen Reifenhalter kaufst (oder baust), liegen die Reifen übereinander und nehmen an Platz lediglich die Grundfläche eines Reifens in Anspruch. Dafür sparst du aber jährliche Einlagerungskosten, die schnell mal bis zu 30 € pro Jahr kosten können.

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Reifen markieren

Vielleicht hast du dich schon mal gewundert, warum die Reifen nach dem Aufziehen in der Werkstatt weiße oder gelbe Markierungen aufwiesen. Der Profi markiert die Reifen vor dem Wechseln, damit er sie zur nächsten Saison wieder genauso aufziehen kann. Warum? Die Reifen haben teilweise unterschiedliche Abnutzungserscheinungen, die durch unterschiedliche Achsstellungen oder Spureinstellungen entstehen. Das ist zwar nicht gefährlich, allerdings merkst du sofort, wenn die Reifen nicht in der alten Ordnung montiert wurden. Das kann sich durch einen unruhigen Lauf, oder leichte Geräusche bemerkbar machen. In der Regel ist das nach einigen hundert Kilometern wieder weg, aber bis dahin ist es nervig.

Reifen wechseln

Als erstes solltest du deinen Wagen auf eine befestigte Fläche stellen, die Handbremse ziehen und einen Gang einlegen. Einen Wagenheber hast du sicherlich im Kofferraum oder kannst ihn dir bei einem Nachbarn ausleihen. Bevor du aber den Wagenheber einsetzt, löst du mit einem Radmutterschlüssel oder dem Schlagschrauber alle Schrauben. Das macht deshalb Sinn, weil sich im angehobenen Zustand die Reifen drehen und du keinen Gegendruck beim Lösen hast. Als stolzer Besitzer eines Kompressors, solltest du dir die Anschaffung eines Druckluft-Schlagschraubers überlegen. Damit ist das Reifenwechseln ein Kinderspiel. Oder du benutzt den Akku-Schlagschrauber TE-CW 18Li BL.

Jetzt suchst du dir den Aufnahmepunkt für den Wagenheber und bockst den Wagen auf. Die Schrauben solltest du in einer Schachtel oder ähnlich aufbewahren, damit sie nicht verschmutzen. Alten Reifen ab, Markierung mit Kreide anbringen und den richtigen neuen Reifen ran. Die Schrauben ziehst du erstmal handfest an. Den Wagenheber lässt du soweit ab, bis das Rad am Boden blockiert. Jetzt kommt das Festziehen über Kreuz mit dem Schlagschrauber. Ist alles fest, lässt du den Wagenheber ganz ab.

Video-Anleitung:

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Mit dem Reifenfüller und dem integrierten Manometer kannst du nun den Luftdruck einstellen. Die entsprechenden Daten findest du in deinem PKW-Handbuch. Übrigens solltest du nach etwa 50 Kilometern die Radmuttern nochmal überprüfen. Es kommt schon mal vor, dass sich eine Radmutter löst.

Das war doch gar nicht so schwer, oder? Mit dem richtigen Werkzeug ist das alljährliche Reifenwechseln ein Kinderspiel. Das eingesparte Geld kannst du lieber für etwas Sinnvolleres ausgeben, z.B. für neue Reifen.

AutorFrank Rath
Lesezeit5 Minuten

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