Mehr anzeigen

Trockenbauschleifer - Alles was du wissen solltest!

Der Trockenbau, sprich das Errichten leichter Wände in Ständerbauweise oder das Abhängen von Decken, ist bei vielen Renovierungen oder Sanierungen in den eigenen vier Wänden ein großes Thema. Gehen die groben Arbeiten, wie etwa der Bau des Ständerwerks noch recht schnell von der Hand, verzweifeln viele Heimwerker beim sprichwörtlichen Feinschliff. Hier spielt der Trockenbauschleifer sämtliche Vorteile gegenüber dem Schwingschleifer oder gar dem handgeführten Schleifklotz aus.

Was genau ist ein Trockenbauschleifer eigentlich?

Der Trockenbauschleifer ähnelt von seiner Bauart einem Exzenterschleifer, welcher an einem langen Teleskopstiel befestigt ist. Der Teleskopstiel ermöglicht es dem Anwender den Schleifer an sämtliche gängige Deckenhöhen anzupassen. So können selbst mit Gipskarton abgehängte Decken in kleineren Treppenhäusern bequem und vor allem ohne klassisch über Kopf arbeiten zu müssen verschliffen werden. Der Trockenbauschleifer verfügt obendrein durch mehrere frei verstellbare Gelenke, somit kann wirklich jede Stelle ohne Verrenkungen zu verüben bequem erreicht werden. Zuzüglich sorgt eine dreieckige Schleifscheibe, welche zum Beispiel beim Trockenbauschleifer TE-DW 225 X enthalten ist dafür, dass jede noch so kleine Ecke mit dem Schleifgerät bearbeitet werden kann. Die Steuerung des Schleifers erfolgt über Knöpfe am Ende des Stiels, dies ermöglicht es, den Trockenbauschleifer direkt in Position zu starten und zu stoppen. Doch auch die Drehzahlregelung wird hier vorgenommen, so kann muss der Schleifer nicht jedes Mal hoch oder runter gehoben werden. Gängige Schleifscheiben verfügen über einen Durchmesser von 225 Millimetern und können, dank des Klettsystems auf der Rückseite, ganz einfach gewechselt werden. Der Bürstenkranz des Trockenbauschleifers ist bei guten Geräten federnd gelagert, dies verhindert ein anecken und ermöglicht selbst beim Arbeiten von der Leiter aus einen größtmöglichen Aktionsradius.

Die Vorarbeiten im Trockenbau

Nachdem die Gipskartonplatten auf den Ständern der Leichtbauwand oder der Unterkonstruktion an der Decke, fest verschraubt wurden, müssen die Übergänge zwischen den einzelnen Platten verspachtelt werden. Hierbei kommt in der Regel Gips zum Einsatz welcher mit einer Glättkelle bündig aufgezogen wird. Da Gips die Eigenschaft hat, sich während des Aushärtens zu verformen, sind hier mindestens zwei Durchgänge notwendig. Zwischen dem Auftrag der einzelnen Schichten empfiehlt es sich bereits jetzt grobe Anhaftungen zu entfernen. Auf kleinen, leicht zugänglichen Flächen, reicht hier meist ein von Hand geführter Schleifblock aus. Sobald die Flächen allerdings größer werden, oder wie beispielsweise an der Decke nur schwer zugänglich sind, führt kaum ein Weg am Trockenbauschleifer vorbei.

Spätestens nach dem Auftrag der letzten Gipsschicht ist es notwendig die Gipskartonplatten vollflächig zu schleifen. Spätestens in dieser Phase wurden neben den Übergängen zwischen den einzelnen Platten, auch die Schraubenköpfe der Befestigungsschrauben verspachtelt.

Schleifen in mehreren Durchgängen

Beim Schleifen von Trockenbauplatten sollte in mehreren Durchgängen gearbeitet werden. Den Anfang macht hier in der Regel eine Schleifscheibe mit einer Körnung von P60 oder P80. Dabei ist darauf zu achten, dass eine Stelle nur kurz geschliffen wird. Ansonsten passiert es schnell, dass man zu tief schleift und Spachtelmasse nachtragen muss.  Nachdem der erste Schliff mit einem verhältnismäßig groben Schleifpapier erfolgt ist, wechselt man auf ein Papier mit einer höheren Körnung. Hier bietet sich etwa ein Papier mit einer P120 Körnung an. So werden die Schleifspuren vom vorangegangenen Schliff beseitigt und es entsteht eine ebene Fläche. Mit ein wenig Übung geht der Trockenbauschliff sehr leicht von der Hand und das Ergebnis steht der Arbeit eines Profis um nichts nach.

Staubentwicklung beim Schleifen

Bekanntlich gehört das Schleifen von Gips zu den Tätigkeiten, bei welchen am meisten Staub auftritt. Der Staub welcher hier entsteht, setzt sich gerne hartnäckig in sämtlichen Ritzen und Rillen fest. Zur Vermeidung des Großteils an Schleifstaub ist es also dringend anzuraten einen Werkstattsauger einzusetzen um den Staub möglichst bereits dort wo er entsteht, sprich am Schleifkopf, abzufangen. Hierfür verfügen viele Trockenbauschleifer über eine Anschlussmöglichkeit am unteren Ende des Teleskop Stiels. Der Stiel wird hier als Verlängerung des Staubsaugerrohrs verwendet und somit kann der Staub direkt am Schleifteller abgesaugt werden.

Für einen allgemeinen Überblick über alle Schleifgeräte, besuche unseren Schleifmaschinen-Ratgeber!

AutorHauke Leweling
Lesezeit5 Minuten

Unsere Empfehlung