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Saisonstart für den Rasenmäher: Unsere Tipps und Tricks für die Wartung

Kaum werden die Tage wieder länger und die ersten Sonnenstrahlen erwärmen den Boden im Garten, fängt auch der Rasen wieder an zu sprießen. Es wird allerhöchste Zeit, den Rasenmäher mit einer fachgerechten Wartung fit für die neue Saison zu machen. Egal, ob du einen Mäher mit Benzin‐ oder Elektroantrieb dein Eigen nennst, die Handgriffe sind nahezu dieselben. Welche das sind und worauf du dabei achten solltest, erfährst du in dieser Anleitung.

Wenn du dich an die folgenden Tipps hältst, solltest du in der laufenden Saison keine Probleme mit deinem Rasenmäher bekommen und kaum Reparaturen und Ersatzteile nötig sein. Natürlich kannst du die komplette Inspektion des Geräts auch von einem Fachbetrieb durchführen lassen. Das meiste kannst du allerdings mit etwas Geschick auch selbst warten, reparieren oder wechseln.

Unser Tipp: In der Regel enthält die Betriebsanleitung deines Rasenmähers hilfreiche Hinweise zur Wartung, an denen du dich orientieren kannst. Meist finden sich dort auch Anleitungen für Reparaturen.

Den Rasenmäher im Garten zu reinigen ist vor der Inspektion im Frühling übrigens in der Regel nicht notwendig. Die Reinigung sollte schon beim Einwintern im Herbst erfolgen – am besten mit Druckluft oder einem Tuch mit Schmierseife, um Lager und Vergaser sowie Elektronik – falls vorhanden – nicht zu schaden. Verwende dafür niemals einen Hochdruckreiniger!

Rasenmäher Wartung: für Akku-Rasenmäher genauso wichtig wie für Benzin- und Elektro-Rasenmäher
Rasenmäher Wartung: für Akku-Rasenmäher genauso wichtig wie für Benzin- und Elektro-Rasenmäher

Rasenmäher warten: Scharfe Messer, leichtgängige Hebel

Das rotierende Messer ist das Herzstück des Rasenmähers. Ist es stumpf oder gar durch Steine beschädigt, werden die Schnitte am Grashalm sehr unsauber. Ein stumpfes Messer reißt das Gras eher ab und schneidet es nicht glatt. Das verletzt den Grashalm, der Rasen muss mehr Kraft in die Regeneration der Schnittstelle stecken und spart somit beim Aufbau einer saftig grünen Rasenfläche. Das Messer sollte also zu Beginn einer jeden Saison oder nach Kollisionen mit Steinen geschliffen werden. Bei stärkeren Beschädigungen der Schnittfläche lohnt Reparieren in der Regel nicht, dann hilft nur der Wechsel der Klinge.

Versierte Handwerker können das Messer im Frühling selbst schleifen. Wir empfehlen allerdings, das von einem Fachhändler erledigen zu lassen. Bei unsachgemäßem Schleifvorgang können Unwuchten entstehen – ähnlich wie beim Autoreifen. Durch diese Unwuchten rotiert das Messer beim Mähen später ungleichmäßig, weil es noch oben und unten ausbricht. Das belastet das Motorlager unnötig und erhöht dessen Verschleiß. Zudem leidet die Schnittqualität.

Als Nächstes überprüfst du, ob sämtliche Hebel beweglich sind und das Fett innerhalb der Bowdenzüge während der Wintertage nicht verhärtet ist. Lassen sich die Hebel sich nur noch schwer bewegen, hilft meist schon je ein Spritzer Öl auf die Gelenke und in den Bowdenzug. Nach ein paar leichten Bewegungen am Hebel sollte sich das Öl in den Zügen verteilt haben und alles wieder beweglich sein.

Fangkorb und Mähdeck säubern

Sofern der Fangkorb für das gemähte Gras nicht komplett aus Textilgewebe besteht, hat er an der Seite und an der Rückseite Lüftungsschlitze. Du kannst die Schlitze einfach mit einer alten Spülbürste reinigen. Denn nur wenn die vom Mähwerk eingeblasene Luft frei entweichen kann, wird der Rasenschnitt sauber im Fangkorb landen. 

Nun kommt der Bereich unter dem Rasenmäher dran, das sogenannte Mähdeck. Rasenschnitt bleibt, besonders wenn er feucht ist, gerne unter dem Rasenmäher kleben und härtet dort aus. Diese Anhaftungen musst du im Rahmen der Pflege unbedingt entfernen. Ansonsten passiert es schnell, dass die Feuchtigkeit des Rasens das Metall des Rasenmähers angreift und es zu Rosten beginnt. Das Gleiche gilt für die Radaufhängung!

Elektro‐ und Akku‐Rasenmäher: Einfache Wartung

Besitzer von Elektro‐Rasenmähern können sich freuen, da diese Geräte zu den wartungsfreundlichsten gehören und es wenige Baugruppen zum Reparieren gibt. Neben dem allgemeinen Rundum‐Check empfehlen wir dir zur Wartung noch eine Überprüfung des Kabel‐ und Steckerzustands. Sind Kabel oder Stecker defekt, solltest du sie umgehend austauschen.

Bei Akkumähern ist vor dem ersten Einsatz vor allem eine Überprüfung des Akkus erforderlich. Wenn du ihn korrekt gelagert und in regelmäßigen Abständen nachgeladen hast, gibt es hier selten Probleme. Vor dem ersten Einsatz solltest du den Akku lediglich einmal komplett aufladen. Hat über den Winter allerdings eine Tiefentladung stattgefunden, kannst du nur noch versuchen, ihn über eine lange Ladezeit zu regenerieren. Oft erkennen Ladegeräte tiefentladene Akkus allerdings nicht, da an den Kontakten keine Spannung mehr anliegt. Dann bleibt dir nur noch, den defekten Stromspeicher zu wechseln.

Bei Elektro- und Akku-Rasenmähern hält sich der Wartungsaufwand in Grenzen.
Bei Elektro- und Akku-Rasenmähern hält sich der Wartungsaufwand in Grenzen.

Rasenmäher mit Benzinmotor: Etwas mehr zu tun

Im Gegensatz zum elektrischen Rasenmäher benötigt der Rasenmäher mit Benzinmotor ein wenig mehr Pflege. Allerdings ist auch die Wartung eines Verbrennungsmotors mit ein wenig handwerklichem Geschick ganz einfach selbst zu erledigen.

Bei Benzin-Rasenmähern umfasst die Wartung mehr Schritte als bei Elektrischen.
Bei Benzin-Rasenmähern umfasst die Wartung mehr Schritte als bei Elektrischen.

Starterseil prüfen

Überprüfe zuerst einen Blick auf das Seil zum Starten des Motors. Es kann im Laufe der Zeit brüchig werden oder gar ganz abreißen. Ist das Seil in keinem guten Zustand mehr, solltest du es direkt wechseln. Eine Reparatur ist in der Regel nicht mehr möglich.

Zündkerze und ‐funken prüfen

Nun kommt die Zündkerze dran. Um ihren Zustand überprüfen zu können, schraubst du die Zündkerze aus dem Motor heraus und unterziehst sie einer Sichtkontrolle: Haben die Elektroden eine metallische oder rehbraune Farbe und sind nicht komplett verrußt, kann die Zündkerze in der Regel noch eine weitere Saison verwendet werden. Leichte Verfärbungen der Elektroden lassen sich mit einer einfachen Drahtbürste entfernen. Ist die Zündkerze allerdings schwarz oder gar komplett verölt, liegt ein Defekt am System vor, der dringend behoben werden muss. Achte beim Kauf einer neuen Zündkerze stets auf die korrekte Typenbezeichnung. Du findest sie auf dem Keramikkörper.

Vergaser und Primer prüfen

Sofern du den Vergaser nicht schon beim Einwintern saubergemacht hast, solltest du jetzt noch einmal prüfen, ob eine Reinigung notwendig ist. In unmittelbarer Nähe befindet sich bei vielen Modellen der sogenannte Primer: eine manuell zu betätigende Kraftstoffpumpe, die den Vergaser mit wenigen Pumpenhüben mit frischem Kraftstoff befüllt. Damit spart sie Anwerfhübe, um die automatische Kraftstoffpumpe im Vergaser zu betätigen. Das ist besonders nützlich, wenn er leergefahren wurde oder über den Winter leergelaufen ist. Überprüfe auch seine Funktionstüchtigkeit mit ein paar Pumpenhüben.

Luftfilter prüfen

Beim Mähen wirbeln Staub und kleiner Rasenschnitt rund um den Rasenmäher. Kein Wunder also, dass der Motor kleine Partikel mit ansaugt, die den Luftfilter nach und nach verstopfen. Ist der Luftfilter zugesetzt, bekommt der Motor keine Luft mehr, geht aus und springt auch nicht mehr an. Je nach Typ des Filters reicht es aus, ihn regelmäßig auszuklopfen und mit Luftfilteröl zu befeuchten. Ist er zu stark verschmutzt, muss du ihn auswechseln. Nur mit einem sauberen Luftfilter kann der Motor eines Benziners einwandfrei starten und laufen.

Ölstand prüfen

Da ein Rasenmäher mit Benzinmotor genau wie ein Auto gut geschmiert sein will, musst der Ölstand regelmäßig geprüft werden. Der Ölpeilstab befindet sich bei den meisten Rasenmähern direkt im Verschlussdeckel des Einfüllstutzens. Zieh den Messstab heraus, wisch ihn mit einem sauberen Tuch ab und setz ihn wieder ein. Zieh ihn dann erneut heraus und überprüfe, ob die Ölrückstände innerhalb des der Min‐ und Max‐Markierung liegen. Fehlt Öl, füll die erforderliche Menge nach. Die Kontrolle des Ölstands sollte allerdings nicht nur zu Beginn der Saison erfolgen, sondern in regelmäßigen Abständen durchgeführt werden.

Je nach Alter des Motoröls ist es unter Umständen Zeit für einen Ölwechsel. Folgende Intervalle solltest du als Faustregel nutzen:

  • Für einen handelsüblichen 4‐Takt‐Rasenmäher mit normaler Nutzung: ein Mal im Jahr, idealerweise im Frühjahr.
  • Für einen stark beanspruchten Benzin‐Mäher: alle 25 Betriebsstunden.
  • Für einen neu eingefahrenen Rasenmäher: erster Ölwechsel nach 5 bis 6 Stunden Betriebszeit. 

Diese im Vergleich zum Auto kurzen Wechselintervalle rühren vor allem daher, dass die Benzinmotoren in Rasenmähern in der Regel keinen Ölfilter besitzen, was das Öl schneller verschmutzen lässt. Sieh aber zur Sicherheit in der Bedienungsanleitung des Rasenmähers nach. Dort findest du auch Angaben darüber, welches Öl der Motor braucht und welche Wechselintervalle eingehalten werden müssen.

Tank entleeren

Alter Treibstoff verliert im Winter seine Zündfähigkeit und kann verklumpen. Daher solltest du den Kraftstofftank des Benzin‐Rasenmähers vor dem Winter vollständig entleeren. Dann musst du ihn im Frühling nur wieder auffüllen. Hast du über den Winter Benzin im Tank gelassen, ist es sicherer, ihn jetzt zu entleeren und frischen Treibstoff einzufüllen.

Ein regelmäßig und sorgfältig gewarteter Rasenmäher ist ein zuverlässiger Helfer im Garten.
Ein regelmäßig und sorgfältig gewarteter Rasenmäher ist ein zuverlässiger Helfer im Garten.

Fazit: Regelmäßige Wartung, zuverlässiger Rasenmäher

Wie du siehst, kommt es bei der Wartung deines Rasenmähers vor allem darauf an, auf die Details zu achten. Wenn du die genannten Bauteile aber regelmäßig genau prüfst, wartest und gegebenenfalls reparierst oder auswechselst, wird dein Rasenmäher dir lange ein treuer Helfer im Garten sein.

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